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Buchpreis 2004 - Leseprobe
Aus dem Roman: "Ich kann dir eine Wunde schminken" von Tobias Hülswitt
Anmerkung: Die
Leseprobe entspricht der Aufnahme von der Preisverleihung am 21. August 2004. © Verlag
Kiepenheuer & Witsch, Köln.
Max sagte,
ich solle mich setzen. Wir waren in der Küche des Studios. Er ging ans
Büfett, schenkte zwei Tassen Kaffee ein und stellte eine vor mir auf
den Tisch. Die andere schwenkte er in Richtung des Kamerateams und sagte: „Macht
ma’ Pause, Jungs.“
„Pause?“ fragte der Kameramann. Mit seinen langen Haaren, seinem Zopf
und seinem Sonic Youth-T-Shirt sah er ein wenig aus wie ich. Sein Assistent
trug auch einen Zopf und ein T-Shirt, auf dem etwas stand, das ich nicht lesen
konnte unter der nur halb offenen Kapuzenjacke, und im Grunde sah auch der
Kameraassistent ein bisschen aus wie ich. „Pause? Jetzt?“ fragte
der Kameramann.
„Nee, jetzt“, sagte Max.
Die beiden drehten sich um und schlurften in ihren Camelboots den Flur hinunter.
Max griff einen Stuhl und setzte sich verkehrt herum, die Arme auf der Lehne,
darauf.
„So, Hendrik“, sagte er, „willkommen!“ Er zog eine Schachtel
Davidoff aus der Anzughose, öffnete sie und hielt sie mir hin.
„Danke“, sagte ich, „ich hab das Rauchen aufgegeben.“
„Wieso? Hat’s nicht geklappt?“ Er grinste.
Ich musste einen Moment überlegen, um den Witz zu verstehen, und dann
konnte ich nicht lachen. Ich zwang mich, es trotzdem ein bisschen zu tun.
„So.“ Max blies Rauch aus und holte Luft. „Du fragst dich sicherlich
einiges über dieses ganze Studio und so, das ist ja wahrscheinlich alles
ganz neu für dich, und du fragst dich wahrscheinlich auch, warum ich dich
so überfallen hab, gestern, und wieso hier alles überdreht wirkt
und hektisch.“
„Schon“, sagte ich und schaute mich um, weil ich so hungrig war, und weil
dies hier doch die Küche sein sollte. Aber es war nichts zu sehen außer
dem Büfett voller benutzter Pappteller und ungewaschener Gläser und
Tassen. Kein Kühlschrank und nichts zu essen.
„Es ist ganz einfach“, sagte Max.
„Max!“ rief jemand von irgendeinem anderen Ende des Flurs.
„Eigentlich gibt es zwei Gründe. Meine alte Show musste abgebrochen werden,
weil mein Partner … Schwierigkeiten hatte.“
Er schaute mir einen seltsamen Moment zu lang in die Augen, dann wanderte sein
Blick am Boden entlang, und er biss nervös auf sein Kaugummi, bevor er
einen tiefen Zug an der Zigarette nahm. Ich fragte mich, was er mir sagen wollte,
mit den Schwierigkeiten, die sein Partner gehabt hatte, Partner hin, Partner
her, war mir doch egal.
„Deshalb musste was anderes her, und wir haben uns für ein ganz neues Format
entschieden, also, für uns ist es neu: eine Stand Up-Comedy-Show.“ Während
er sprach, kam der Rauch aus seinem Mund und aus seiner Nase gequollen. Sein
Handy piepte. Er sah aufs Display und ging nicht dran. „Und wir mussten
mit Lichtgeschwindigkeit handeln. Erstens, weil schon der Aufbau der Show an
nur einem Wochenende sensationell ist. Wir beginnen an diesem Wochenende nicht
nur mit Beteasern und Betrailern, sondern wir zeigen schon richtige Zusammenschnitte,
wir vermarkten das Making Of gleich mit, verstehst du. Zweitens gibt es seit
einigen Tagen ein Thema, an das sich kein Comedian heranwagt, aber wir beide,
Hendrik, du und ich, wir bringen es.“
Jemand kam den Flur entlang gelaufen und rief in jeden Raum: „Max? Max,
bist du hier?“ Man hörte ihn und die Schritte mehrerer anderer Leute,
und ich dachte, das Kamerateam ist direkt hinter dem, der Max überall
sucht.
„Und dieses Thema“, sagte Max, beugte sich zu mir hinüber und legte
mir die Hand mit der Zigarette auf den Arm, „dieses Thema ist der Kosovo.
Damit starten wir durch. Und danach kommt hundertpro ein anderer Krieg, mit
dem wir weitermachen können. Und wir ziehen sie alle gnadenlos durch.
Keiner –“
Der Dunkelhaarige, den ich bereits am Vorabend auf dem Dach von Specks Hof
gesehen hatte, sprang mit seinem Papierfestklemmer in der Hand um die Ecke.
Er breitete die Arme aus und rief vorwurfsvoll: „Max! Hier bist du!“ Hinter
ihm kam das Kamerateam um die Ecke, und diesmal war der Typ mit dem Mikrofon
an der langen Stange dabei, den ich am Vorabend auch schon gesehen hatte. Sie
rannten alle aus Versehen in den mit dem Papierfestklemmer hinein, es gab eine
richtige Karambolage. Der mit dem Papierfestklemmer fiel mit durchgestrecktem
Kreuz nach vorn, wie auf diesem alten Poster, auf dem „Why?“ steht
und ein Soldat, den ein Schuss getroffen hat, nach vorne fällt. Auch der
Kameramann stolperte und stürzte neben mir halb über den Tisch. Ich
stand auf und dachte immer wieder nur „Why, why?“ Max fing den
mit dem Papierfestklemmer auf, und ich fragte mich, durch was ziehen wir sie
alle gnadenlos durch? Ich wusste, was Max meinte, aber welches Wort hatte er
ausgelassen? ‚Durch den Kakao’ musste es doch heißen. Wir
ziehen sie alle gnadenlos durch den Kakao, hätte man früher gesagt,
aber so ist es nicht mehr. Wir ziehen sie immer noch durch, aber nicht bloß durch
den Kakao. Wir ziehen sie durch das Schlimmste, was uns einfällt, das
hat Max gemeint. Wir ziehen sie durch die Hölle. Alle, die uns zerstören
wollen, zerstören wir zurück. Was uns kaputt macht, machen wir auch
kaputt, mit unseren Witzen. Den Krieg machen wir auch kaputt. Ich hatte keine
Ahnung, ob der Krieg mich auf irgendeine Weise kaputt machte. Ich wusste nur,
dass er uns Recht gab. Denn die Menschen, die sich dort unten abschlachteten,
waren ganz normale Leute, wie man sie auch bei uns noch vielerorts auf den
Dörfern trifft. Und natürlich auch in den Städten. Was ich da
dachte, war natürlich der reine Schwachsinn. Aber ich glaubte, in etwa
das hätte Max gemeint.
„Mann, Mann, Mann“, sagte der Dunkle, der seinen Papierfestklemmer aufsammelte, „Kamera
inner Hand, aber keine Augen im Kopp!“
„Tschuldigung“, sagte der Kameramann, es war jetzt ein anderer als vorhin,
aber im Grunde sah er genauso aus. Also praktisch genauso wie ich.
„Max“, sagte der Dunkle, „komm jetzt mal, da vorn sind die Gagschreiberleute.“
„Komm mit“, sagte Max. Er nahm seine Sonnenbrille ab, legte mir eine Hand
auf die Schulter und schob mich zum Flur. „Die musst du dir auch anschauen.
Und nachher legst du gleich mit der Homepage los, wir brauchen da ‘n
irgendwie frisches Konzept, okay? Die Programmierer sitzen schon in den Löchern.
Ich stell’ mir da ein Spiel vor. Wir fangen mit einem Spiel an.“ Er
schob uns zwischen den sich aufrappelnden Kameraleuten hindurch. „Was
zum Punkte sammeln, Rekorde brechen, und halt thematisch passend zur Show.“
Der Flur führte um mehrere Ecken, irgendwann blieb Max stehen, drehte
sich um und rief: „Wo sind sie denn, Sancho?“
„In der Maske“, rief Sancho und kam um die Ecke gejoggt. Er trug einen
zu einer Linie rasierten Bart um den Mund, einen schwarzen Pullover und eine
Anglerweste, und ich überlegte, ob ich endlich mal meinen Mantel ausziehen
sollte. Ich dachte sogar nach, ob ich mir auch eine Anglerweste kaufen sollte,
und dann überlegte ich, an wen mich die Anglerweste erinnerte. Ich dachte,
Laura wüsste, an wen mich die Anglerweste erinnerte. Es war jemand, über
den sie Bescheid wüsste – das war, was ich wusste. Und dann dachte
ich, wow, ich hatte seit dem Aufwachen nach meinem Monstermenschentraum nicht
mehr an sie gedacht. Das beunruhigte mich. Ich fragte mich, ob es etwas aussagte über
unsere Beziehung, und wenn ja, ob es etwas Gutes oder etwas Schlechtes aussagte.
Kehrten Ruhe und Beständigkeit ein, oder machte sich, nach erst vier Wochen
Beziehung, schon die Routine breit?
„In der Maske“, murmelte Max, setzte seine Sonnenbrille wieder auf, öffnete
eine Tür, ging mit ausgebreiteten Armen hindurch und sagte: „Hi,
Mädels!“
„Oh nein!“ sagte ich zu laut, als ich hinter ihm die Maske betrat. Ich
hielt mir die Augen zu und machte eine Kehrtwendung. Auf dem Flur machte ich
gleich noch eine, ging wieder hinein und sagte: „Wie geht das denn?“
Vor mir, auf den drehbaren Frisierstühlen vor großen Spiegeln und
Ablagen voller Rasierapparate, Bürsten und Kämme, Spraydosen, Schminkkoffer
und etlichem Kleinkram, von dem ich nicht wusste, wozu er gut war, saßen
Carmen und Jan. Vollkommen unpassend zu seinen lächerlichen Koteletten
und seinem Second Hand-Siebzigerjahreanzug hatte Jan eine rote Basecap mit
diesen aufgestickten, ineinander verschränkten Buchstaben NY auf dem Kopf.
An den Wänden zwischen den Spiegeln hingen Föns in ihren Halterungen.
Warum hatte Max mit mir, seinem Chefgagschreiber, nicht abgesprochen, welche
Gagschreiber noch eingestellt werden sollten?
Carmen lächelte, aber Jan sah irgendwie grimmig aus. Hatte mein „Oh
nein“ ihn gekränkt? Ich hatte es so gesagt, dass es beides sein
konnte, ernst und ironisch. Eigentlich sagten Jan und ich, wenn wir miteinander
redeten, immer alles ironisch, und überließen es dem anderen, ob
er es ernst oder ironisch verstehen wollte. Wenn der andere gekränkt war,
konnten wir immer noch sagen, hey Mann, war doch bloß ‘n Witz.
„Hey Mann“, sagte ich zu Jan, „war doch bloß ’n Witz.“
Aber Jan verzog keine Miene. Er hatte mich schon oft finster angeschaut, aber
so finster noch nie. So paranoid finster.
„Sag mal“, meinte ich, „du hast wohl einen Kafka gefrühstückt.“ Mir
war nämlich dieser Satz eingefallen, den Laura kürzlich gesagt hatte,
und erst jetzt fiel mir auf, dass ich ihn falsch zitiert hatte. Es musste Kasper
heißen, nicht Kafka! Dann hätte er allerdings auf die Situation
nicht gepasst. Es sei denn, ich hätte ihn sehr ironisch gesagt.
Max, der sich auf einem der Frisierstühle ganz vorne auf die Kante gesetzt
hatte, schaute von einem zum anderen. Carmen hatte die Hände zwischen
die Knie gesteckt und lächelte mich mit einem undefinierbaren Lächeln
von unten an. Im Grunde war es kein Lächeln, was sie da machte, sondern
eine Lächelgrimasse. Der Henker weiß, weshalb sie so bescheuert
lächelt, dachte ich, und dann dachte ich, welcher Henker? Es gibt in unseren
Breitengraden angeblich keine Henker mehr, aber ‚unsere Breitengrade’ sind
ganz schön schmal, wenn sie in Jugoslawien, von dem man sagt, es sei voller
Henker, schon enden. Und auch nach Westen hin, dachte ich weiter, ist ihre
Ausdehnung ziemlich gering, wenn sie durch die Abwesenheit von Henkern definiert
werden. Denn dass es in den Vereinigten Staaten Henker gibt, ist klar. Die
Kultur der Vereinigten Staaten ist, dachte ich, uns fremd und unbegreiflich.
Sie ist uns fremd und unbegreiflich, und wir können sie nicht verstehen,
selbst wenn wir unser Leben darauf verwenden. Denn immer, wenn wir glauben,
ihr Geheimnis gelüftet zu haben, tritt sie uns im nächsten Moment
mit aller Kraft in den Hintern. Alles, was wir tun können, ist, in sicherem
Abstand vor ihr zu stehen und zu staunen.
„In jedem Witz steckt auch ein Kernchen Wahrheit“, meinte Jan, und Carmen
schaute zu ihm hinüber und lachte. „Äh, Körnchen“,
sagte Jan zu ihr, und dann sagte er dieses Wort, das er dauernd benutzte, seit
er es einmal auf einer Party aufgeschnappt hatte: „Lustitsch!“ Sie
lachten beide, Jan rief: „Give me five!“, und sie schlugen ihre
Handflächen gegeneinander.
„Tut uns ja selber Leid“, redete er weiter, wieder an mich gewandt. „Wenn
wir gewusst hätten, dass du hier der Chefschreiber bist, wären wir
ganz bestimmt nich’ gekommen.“ Und er sagte es so, dass ich mir
aussuchen konnte, ob er es ernst oder ironisch meinte.
„Na dann“, sagte ich und überlegte, ob ich, da ich hier schließlich
der Chefgagschreiber war, das Recht hätte, die beiden eine Art Aufnahmeprüfung
machen zu lassen. Ich hätte ihnen ein paar Stichwörter geben können,
aus denen sie spontan ein kleines Stand Up-Programm hätten basteln müssen.
Es ist nämlich so, dass ich Jan hasse. Das Hassenswerte an ihm ist sein
ständiges Bedürfnis, so viele Menschen wie möglich dazu zu bringen,
sich mit ihm zu beschäftigen. Sie sollen sich alle gleichzeitig und am
besten immer mit ihm beschäftigen. Oder ihm zuhören. Oder ihn wenigstens
anschauen. Anschauen ist das Mindeste. Deshalb fragte ich mich in seinem Fall
ganz besonders, was er hier wollte.
„Jan“, sagte ich, „ich frag mich, was du hier willst, weil, die,
die schreiben, kommen nicht ins Bild.“ Ich lächelte, während
ich diesen Satz sagte. Ich lächelte schief und ironisch.
„Du lü-ügst“, sagte Jan und wies mit dem Kopf hinter mich, zur
Tür. Ich drehte mich um, und da war es wieder, das Kamerateam, und ich
hatte es wieder nicht kommen gehört. Du merkst es gar nicht mehr, dachte
ich, und das ist ein Satz, den ich von meiner Mutter habe. Ich habe nämlich
als Kind immer leise vor mich hin geredet.
„Hör doch mal mit diesem Gemurmel auf“, musste meine Mutter mehrmals
am Tag zu mir sagen, „da wird man ja wahnsinnig.“
„Ich hab doch gar nicht gemurmelt“, antwortete ich jedesmal, weil ich
wirklich gar nicht gehört hatte, wie ich da angeblich gemurmelt haben
sollte. Und dann zitierte meine Mutter diesen Satz, der mir nun einfiel. Sie
zitierte ihn von sich selber, denn sie hatte ihn schon ein- oder zweitausendmal
gesagt: „Siehst du, du merkst es schon gar nicht mehr!“
Hinter dir steht ein Kamerateam, dachte ich, und du merkst es schon gar nicht
mehr. Du wirst gefilmt, und du merkst es schon gar nicht mehr. Du kommst ins
Fernsehen, du läufst in Wichtelgröße über den Bildschirm – und
du merkst es schon gar nicht mehr. Du führst ein komplettes Wichtelleben
auf dem Bildschirm, du verliebst dich, gerätst in Intrigen, rettest andere
Wichtel oder bekämpfst sie, manchmal tötest du sie, ein anderes Mal
musst du sterben – und du merkst es schon gar nicht mehr.
„Alter Lügner“, sagte Jan und lächelte auch schief.
„Ich denke, die beiden sind zu hundert Prozent qualifiziert“, sagte Max, „ihr
kennt euch, eure Zusammenarbeit ist erprobt, ich bin euer größter
Fan, ihr seid mein Dream Team, es ist also alles perfekt!“
„Okay“, sagte ich, obwohl es mir Leid tat, Jan nicht prüfen zu dürfen,
und obwohl es überhaupt nicht so war, dass ich Carmen wirklich kannte.
Genau genommen kenne ich sie gar nicht, weil Jan vom ersten Probentag an, den
wir für Urst Übelst zusammen verbrachten, ihre und Pamelas Aufmerksamkeit
auf sich gezogen und nicht wieder losgelassen hat, so dass ich mir nicht einmal
sicher bin, ob Carmen mich wirklich jemals bemerkt hat. Einmal ist sie auf
der Bernhard-Göring-Straße einfach an mir vorbeigelaufen, abends,
ich kann mich gut daran erinnern, weil es ein außerordentlich kalter
Abend im Januar war. Es war so kalt, dass ich eine Mütze trug, was ich
sonst nie tue, und einen Schal, obwohl ich Schals nicht mag, weil sie zu Sabbertüchern
werden, wenn es so kalt ist, dass man sie über den Mund ziehen muss. In
den Straßenlaternen brannte wegen eines Stromausfalls kein Licht. Ich
trug eine Skibrille gegen die Schneeflocken, die einem der Wind in die Augen
trieb, und einen Verband über der Nase wegen einer schiefgelaufenen Nasenscheidewandoperation.
Und da ist Carmen einfach an mir vorbeigelaufen, als bemerkte sie mich gar
nicht. Dabei muss ich ihr aufgefallen sein, weil ich extra zur Seite ging,
um sie durchzulassen, da auf dem Bürgersteig nur noch ein ganz schmaler
Pfad zum Laufen frei war. Beim Ausweichen blieb ich in dem Schneewall zwischen
Straße und Bürgersteig stecken und kam nicht mehr vor und nicht
mehr zurück. Ich steckte so tief und so fest in dem Schneewall, dass ich
meine Füße nicht mehr bewegen konnte. Ich wollte hallo sagen, aber
Carmen ging so schnell, dass ich nicht dazu kam. Ich drehte mich, während
sie vorbeiging, armerudernd zu ihr um, verlor das Gleichgewicht und setzte
mich in den Schnee. Also im Grunde hat sie mich bemerken müssen. Ich bin
sicher, dass sie es war, mich aber nicht sehen wollte. Meine Füße
habe ich dann ausgegraben, im Sitzen.
"Ich
kann dir eine Wunde schminken" - Roman - Tobias Hülswitt Köln 2004, 190 Seiten Originalausgabe | Taschenbuch Euro (D) 8,90 | sFr 16,00 | Euro (A) 9,10 Kiepenheuer & Witsch ISBN: 3-462-03378-6 |